Teilchenphysik, oder die Entdeckung der kleinsten Bausteine des Universums

Teilchenphysik ist der Zweig der Physik, der sich mit den Grundbausteinen des Universums, den Elementarteilchen, und den Wechselwirkungen zwischen diesen beschäftigt. Von der Entdeckung des ersten Elementarteilchens bis zur theoretischen Entwicklung des Standardmodells der Teilchenphysik und dessen experimentellen Bestätigung sind etwa 100 Jahre vergangen. Um dieses Ziel zu erreichen haben Generationen von Physiker und Physikerinnen zahlreiche Theorien, immer stärkere Beschleuniger und immer genauere Nachweisgeräte entwickelt. Der grö&szig;te Beschleuniger und die komplexesten Experimente sind derzeit am CERN bei Genf in Betrieb. Sind wir dem Ziel einer umfassenden Beschreibung der Grundgesetze des Universums bereits Nahe oder gibt es Hinweise auf noch spannendere Strukturen im Mikrokosmos? Der Vortrag beschreibt allgemeinverständlich unseren derzeitigen Wissensstand und gibt Ausblicke auf mögliche zukünftige Projekte.

The speaker

Manfred Krammer wurde 1961 in Wien geboren. 1990 schloss er sein Studium an der Technischen Universität Wien ab. 1985 trat er der UA1 Kollaboration am CERN bei. Nach der Rückkehr nach Wien gründete er am Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften die Abteilung für Halbleiterdetektoren. 1992 wurde er Mitglied der DELPHI Kollaboration am CERN. Er habilitierte sich 1998 auf dem Gebiet Teilchendetektoren an der Technischen Universität Wien. Seit 1997 ist er am CMS Experiment beteiligt. Er hatte wichtige Positionen im wissenschaftlichen Management inne. Unter anderem war er Vorsitzender der CMS Silizium Sensor Gruppe, Koordinator der CMS tracker endcap Modul Produktion, Vorsitzender des CMS Tracker Institution Boards, Vorsitzender des CMS Konferenz Kommittees, Mitglied des Collaboration Boards und des Management Boards von CMS. Von 2005 bis 2011 war er der Repräsentant von Österreich im “Restricted European Committee for Future Accelerators" (RECFA). Von 2009-2012 war er im Vorstand der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft. Man wählte ihn zum Vorsitzenden vom "European Committee for Future Accelerators" (ECFA) für den Zeitraum 2009-2012. In den Jahren 2008 und 2013 war er interimistischer Direktor des HEPHY in Wien. Von 2014-2016 war er Vorsitzender vom "International Steering Committee of the Future Circular Collider Study" (FCC). Seit 2016 leitet er das CERN Experimental Physics Department. Er ist Autor und Mitautor von mehr als 700 wissenschaftlichen Publikationen in "peer-reviewed" internationalen Journalen und er wurde bei 16 internationalen Konferenzen eingeladen, Vorträge zu halten.